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Maria Magdalena im Licht
Brigitte Jost
Für so viele verschiedene Menschen ist Weihnachten der Höhepunkt im Jahr. Dadurch baut sich ein kollektives Kraftfeld auf, das bis weit in den Januar hineinreicht. Zu keiner anderen Zeit sind uns die Geistwesen so nahe und können uns so leicht einen Blick in die »Neue Zeit« – unsere Zukunft – übermitteln und unsere Visionen einer besseren Welt stärken. Die »Neue Zeit« ist auf Liebe, Intuition, Mitgefühl, Ganzheitlichkeit, Gemeinschaft und die weiblichen Kräfte ausgerichtet.
Maria Magdalena, die Verkörperung des Göttlich-Weiblichen und Jesus, die Verkörperung des Göttlich-Männlichen, haben bereits vor zweitausend Jahren damit begonnen, diese »Neue Zeit« vorzubereiten und wichtige Informationen »im Energiefeld der Erde« zu verankern.
Jesus und Magdalena wussten, dass im Laufe der Menschheitsgeschichte »das Leben spendende Göttlich-Weibliche« und die natürliche, liebende Macht der Mütter von künstlichen Göttern verdrängt und die friedliebenden, naturverbunde-nen Lebensgemeinschaften durch Kriege und Machtkämpfe zerstört werden, was uns bis heute plagt – so möchte ich das mal in aller Kürze feststellen.
Sie hatten sich nicht etwa verkörpert, um das zu verhindern, denn die Erdebene ist eine sinnvolle Lernebene, sondern um Befreiungswege der Liebe im Raum-Zeit-Gefüge der Erde zu hinterlassen. Die Unterdrückung des Weiblichen be-gann lange vor ihrer Zeit, in dem Gebiet, wo heute der Irak liegt und an weiteren Plätzen.
Magdalena und Jesus gingen in einer dunklen Zeit am Ort der niedrigsten Schwingung in die Verkörperung, wo Gewalt, Armut und Angst herrschten und die Hälfte der Menschen – die Frauen – nichts wert waren, somit weder Rechte noch Bildung besaßen. Vor allem Magdalena musste deswegen im Verborgenen, zunächst vorwiegend im Kreise von Frauen, lehren, helfen und heilen. Und es gab viel zu tun, denn das Leid der Frauen, Mädchen, Armen, Kranken (und der Tiere) war unermesslich und Bildung, Aufklärung, Naturheilmittel, Liebe und Freude nötig.
Magdalena war Hohepriesterin und Jesus förderte, unterstütze und schützte ihr heilsames Wirken nicht nur, sondern lernte auch viel von ihr. Er wurde von Magdalena beispielsweise in die heilige, körperliche Liebe eingeweiht und in die Geheimnisse der Schwesternschaft der Göttin. Er erhielt Einblicke, die er als Mann nur in einer heiligen Liebesverbindung mit einer Frau empfangen konnte. Jesus wurde besonders von Frauen geliebt, unter anderem weil er das Weibliche so wertschätzte und seine innere Weiblichkeit als Mann nicht unterdrückte. Er war stark, mutig und unbestechlich, aber auch sanft und mitfühlend.
Beide lehrten, dass das Göttlich-Weibliche die Urquelle allen Lebens ist und jeder Mensch – auch jeder Mann! – aus dem weiblichen Schoß geboren wird und durch die Mutter mit der göttlichen Urkraft verbunden bleibt; dass auch Männer Weibliches in sich tragen und jeder als Frau und als Mann inkarnieren kann. Das hatte übrigens nichts mit Feminismus zu tun, sondern mit den Mysterien von Leben und Tod und dem ewigen Leben, mit Informationen, die von Frauen und dem weiblichen Blut bewahrt und weitergegeben wurden und werden. Das waren allerdings schon die gehobenen Inhalte ihrer Aufklärung, die nur dem engsten Kreis zuteil wurden. Ansonsten verpackten sie alles in eine einfache Sprache und veranschaulichten es in lebensnahen Geschichten, die auch die vielen einfachen Menschen verstehen konnten. Sie waren nicht immer ernst, sondern auch entspannt, humorvoll und gelegentlich sogar wie die Kinder.
Um Magdalena bildeten sich im Laufe der Zeit geheime Orden, die ihr Erbe und ihre Wahrheit bis heute bewahren, um sie in kleinen Häppchen der Menschheit zuzuführen, wenn diese wieder zur nächsten Stufe herangereift ist. Doch für die Allgemeinheit steht diese Repräsentantin der Göttlichen Weiblichkeit im Schatten. Immerhin bezeichnet man sie zwar als die Apostelin der Apostel, als kompetente und geliebte Schülerin des Herrn und vielleicht noch als Erhalterin seiner Blutlinie, doch in keiner Überlieferung wird sie Jesus gleichgestellt.

Wer nur hat aus dieser so starken, schönen, gebildeten, begabten, eingeweihten und reinen Frau eine Büßerin und unterwürfige Frau gemacht? Ein Bild, an dem die Mehrheit hängt!
Was würde sich Wundervolles in den Menschen verändern können, wenn auch die Heiligkeit des Weiblichen in allen Religionen geehrt würde? Wenn nicht der gekreuzigte Jesus – das Leid – im Mittelpunkt stünde, sondern Magdalena und Jesus gemeinsam – Hand in Hand in Liebe und Gleichheit?
Nun könnt Ihr Euch sicher vorstellen, welche unbeschreibliche Freude es mir gemacht hat, Maria Magdalena in meinem Gemälde ins Licht zu stellen.
Abschließend möchte ich noch betonen, dass ich mit meinem Beitrag niemanden in seinem Glauben verletzen möchte. Ich drücke hier meine Wahrheit aus!
Uns allen wünsche ich eine kraftvolle Zeit von Weihnachten bis weit in den Januar des besonderen Jahres 2012 hinein. Lasst uns dieses starke kollektive Kraftfeld nutzen!
Herzlich Brigitte
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